Zuhause EMANZIPATION IM SUEDKAUKASUS: AUF DEN SPUREN GEORGISCHER FRAUEN
Ausstellung / Vortrag 02 Juni 2018

EMANZIPATION IM SUEDKAUKASUS: AUF DEN SPUREN GEORGISCHER FRAUEN

16:00 Location: Hamburg Zentralbibliothek, Bücherhallen, Hühnerposten 1, Haupteingang, 20097 Hamburg, Deutschland Veranstalter: Georgian National Book Center, SOVLAB, Filia.de Frauenstiftung, HBS Tiflis, Zentrale Bücherhalle Hamburg, Landeszentrale für politische Bildung ReferenterInnen: Nino Lejava, Irakli Khvadagiani, Mariam Topchishvili
Moderator: Dr. Heike Pfitzner

Die Geschichte des georgischen Feminismus ist kompliziert und voll von Wiedersprüchen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts, wenn im Westen neue soziale und Bildungsbewegungen aktiv wurden, gab es auch in Georgien Menschen, die die Idee der Vervielfältigung der Frauenrolle und ihrer Funktion in der Gesellschaft unterstützten. Im 20. Jahrhundert haben die  politische Kataklysmen diese natürliche Entwicklung unterbrochen. Im Staat des „Sieges vom Sozialismus“ gab es keinen Feminismus. Der totalitäre Staat aber, der formell den Frauen die gleichen Rechte zuwies wie den Männern, war zutiefst patriarchal. Trotzdem gab es zahlreiche Frauen in Georgien, die Neues schufen, Entdeckungen machten, für Veränderungen kämpfen und das Neue nicht scheuten. Sie wussten damals nicht, welche Bedeutung ihre Anstrengungen für die Zukunft haben würden.