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Georgische Autoren auf dem Blauen Sofa

13 September, 2018

Nino Haratischwili, Lasha Bugadze und Nana Ekvtimishvili sprechen in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz über ihre Bücher und ihr leidgeprüftes Land.

Es ist zu einer schönen Tradition geworden: Bereits zum vierten Mal holte das Blaue Sofa, das gemeinsame Autorenforum von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat, das Gastland der anstehenden Frankfurter Buchmesse in der Berliner Bertelsmann-Repräsentanz. Georgien sei für die meisten der rund 160 Gäste aus Kultur, Politik und Medien vermutlich „eine literarische Terra Incognita“, erklärte Gastgeberin Helen Müller am vergangenen Donnerstag zur Begrüßung, umso mehr freue sie sich auf den Abend. „Wir engagieren uns auf sehr vielfältige Weise im kulturellen Bereich: mit Lesungen, Ausstellungen, Konzerten und Filmvorführungen.“

Der georgische Botschafter Elguja Khokrishvili ordnete den Gastlandauftritt politisch ein: Deutschland sei das erste Land gewesen, das die Georgische Demokratische Republik nach den Unabhängigkeitserklärungen 1918 und 1992 anerkannt und diplomatische Beziehungen aufgenommen habe. Im hundertsten Jahr nach der ersten Unabhängigkeit feiere man die Beziehung zu Deutschland nun mit vielfältigen persönlichen Begegnungen.

Auch Medea Metreveli, die Direktorin des Georgian National Book Center und Kuratorin des Gastlandauftritts, verwies darauf, dass Georgien erst vor 25 Jahren seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion wiedererlangt habe: „Das, was die vorige Sowjetgeneration nicht sagen wollte, das sagen die heutigen Autoren.“ Sie versprach den deutschen Leserinnen und Lesern: „Sie werden neue Stimmen hören und auf diese Stimmen werden Sie sich vielleicht auch einlassen.“ Buchmessedirektor Jürgen Boos erinnerte sich, dass er bereits vor sechs Jahren erste Gespräche mit den Partnern in Georgien aufgenommen habe. „Zuerst habe ich mich in die Menschen des Landes verliebt, dann ihre Bücher gelesen und ihre Kultur kennengelernt und das ist noch nicht zu Ende.“ Mit dem Ehrengast-Programm wolle die Buchmesse nun vor allem die Menschen hinter den Büchern sichtbar machen.

Georgien reise mit rund 70 Autoren an und habe 160 ins Deutsche übersetzte Bücher im Gepäck, ergänzte Medea Metreveli. Damit werde das Land Einblicke in seine Literatur und andere Facetten der vielfältigen Kulturlandschaft geben.



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